News

Strom flexibel nutzen

Privates Energiemanagement gleicht Leistungsspitzen aus und spart Geld.

Wind- und Sonnenstrom haben eines gemeinsam: Je nach Sonneneinstrahlung und Windmenge schwankt der Ertrag – der Verbrauch im Haushalt bleibt aber gleich oder steigt sogar abends an, ausgerechnet, wenn der Solarstrom versiegt. Eine Möglichkeit, auf das schwankende Angebot zu reagieren, ist die Anpassung der eigenen Gewohnheiten. Ein solches Energiemanagement ist vor allem für Hausbesitzer interessant, die mit Photovoltaik selbst Strom produzieren. Sie sollten zeitflexible Verbraucher tagsüber in Gang setzen:

Waschmaschine, Wäschetrockner und Geschirrspüler sind Musterbeispiele, aber auch Haushaltshelfer wie Bügeleisen und Staubsauger, wenn es mit dem Tagesablauf vereinbar ist. Einen minimalen Beitrag leistet auch das Aufladen mobiler Geräte, wenn die Sonne scheint. Pedelecs und E-Bikes, die immer beliebteren Fahrräder mit  Akku-Unterstützung, schlucken sogar eine beträchtliche Strommenge. Wer ein Elektroauto vorm Haus stehen hat, kann es ebenfalls mit Sonnenstrom betanken – und profitiert sogar noch unterwegs vom selbst erzeugten Ökostrom.

In einigen Häusern helfen bereits intelligente Hausbatterien bei der klügeren  Stromnutzung: Sie speichern tagsüber den Strom und geben ihn abends oder nachts bei Bedarf wieder ab. Ein solches, von moderner Technik unterstütztes Energiemanagement steckt aber noch in den Anfängen. Ähnliches gilt für intelligente Stromzähler: Über ein Datennetz im Haus könnten sie insbesondere Kühl- und Gefriergeräte so steuern, dass diese den selbst erzeugten Strom und Leistungsspitzen im Stromnetz nutzen. Noch sind diese Modelle aber nicht serienreif, auch weil passende Endgeräte fehlen. Für die meisten Haushalte bleibt es also vorerst beim Wäschewaschen und Geschirrspülen zur Mittagszeit.