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In zehn Schritten zum Energiesparhaus

Jedes Haus kann Energie sparen lernen! So wird Ihr Zuhause fit für die Zukunft.

Sieht man Ihrem Haus langsam an, dass es in die Jahre gekommen ist? Vielleicht braucht es einen frischen Anstrich oder ein neues Dach? Oder möchten Sie umbauen, um mehr Platz zu schaffen? Ihre Heizkosten sind zu hoch und Sie wünschen sich mehr Komfort in Küche und Bad? Es gibt viele Anlässe, einem Haus das Energiesparen beizubringen – und verschiedene Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen. Die
wichtigsten haben wir im folgenden Fahrplan für eine energetische Modernisierung zusammengefasst. Zwar können die Schwerpunkte im Einzelfall variieren, die Stationen sind aber immer ähnlich.

Schritt 1 Energieberatung Experten raten dringend

Sanieren Sie niemals ohne fachmännischen Rat einfach drauflos! Erste Orientierung kann ein Beratungsgespräch geben – zum Beispiel bei Ihrem °celsisten oder in der Verbraucherzentrale. Für größere Modernisierungsvorhaben sollte ein qualifizierter Energieberater vor Ort die energetischen Schwachpunkte des Hauses analysieren. Mit der Wärmebildkamera etwa kann er zeigen, wo Wärme entweicht. Der Energieberater schlägt Maßnahmen vor und informiert über Fördermittel. Die gibt es übrigens auch schon dafür, dass eine Energieberatung in Anspruch genommen wird.

Schritt 2 Planung

Damit sich Aufwand und Kosten in Grenzen halten, gilt es, den günstigsten Zeitpunkt zu nutzen: zum Beispiel die Fenster austauschen, wenn die Fassade erneuert wird; bei der Modernisierung des Bades eine neue Fußbodenheizung einbauen lassen; Sonnenkollektoren installieren, wenn eine Dachreparatur anliegt. Rechnen Sie vorher aus, welche Investitionen Sie sich leisten können, und klären Sie die
Finanzierung mit der Bank. Auch Fördermittel müssen meist vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden.

Schritt 3 Dämmen

Rund ein Drittel der Wärme geht beim ungedämmten Haus jeweils über die Außenwände und das Dach verloren. Eine warme Hülle für das Haus ist deshalb ein wichtiger Schritt zu mehr Energieeffizienz. An der Fassade geht das am einfachsten von außen: mit Dämmplatten aus Mineralwolle oder Hartschaum. Das Dach kann von unten oder – wenn es neu gedeckt werden soll – von oben gedämmt werden. Gegen Wärmeverlust nach unten schützt eine Dämmschicht auf oder unter der Kellerdecke.

Schritt 4 Fenster austauschen

Einfach verglaste Fenster sind nach heutigem Standard veraltet und sollten unbedingt ausgetauscht werden. Aber auch 2-fach-Isolierglas (vor 1995 eingebaut) ist nicht mehr zeitgemäß. Mit moderner Wärmeschutzverglasung geht nur noch halb so viel Wärme verloren. Die Dämmung der Wände und die Fenster sollten immer aufeinander abgestimmt sein, damit die Gebäudehülle dicht hält.

Schritt 5 Heizung erneuern

Falls im Keller noch ein 20 Jahre alter Ölschlucker steht – ganz schnell raus damit! Neben effizienten Öl- oder Gasbrennwertkesseln eignet sich auch eine Pelletheizung gut für den Altbau. Wurde der Wärmebedarf des Hauses mittels Dämmung kräftig gedrosselt, kommt auch eine Wärmepumpe infrage. Heizungsanlagen, die ihr „Verfallsdatum“ noch nicht erreicht haben, lassen sich mit einer neuen, sparsamen Hocheffizienzpumpe in Form bringen.

Schritt 6 Solaranlage installieren

Die ideale Ergänzung zu einer modernen Brennwert-heizung sind Sonnenkollektoren auf dem Dach. Damit kann die Energie für etwa 60 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs gewonnen werden. Vier bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche reichen für ein Einfamilienhaus aus. Soll auch noch die Heizung unterstützt werden, sind 15 bis 20 Quadratmeter nötig. Sie haben mehr Platz auf der Sonnenseite des Daches? Mit Fotovoltaikmodulen zur Stromerzeugung wird Ihre eigene Energiewende perfekt.

Schritt 7 Wärmeverteilung verbessern

Die neue Heizungsanlage funktioniert noch besser, wenn sie mit energiesparenden Heizkörpern ergänzt wird. Manche bieten Extras wie Handtuchtrockner im Bad. Auch eine Fußbodenheizung – die sich in Verbindung mit einer Wärmepumpe empfiehlt – kann mit Dünnschicht oder Trockensystemen nachträglich installiert werden.

Schritt 8 Elektrik erneuern

Jahrzehnte alte Elektroinstallationen entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards und sollten ausgetauscht werden. Stromfresser und Gefahrenquellen enttarnen wir °celsisten mit dem E-Check. Wird eine Solarstromanlage auf dem Dach installiert, müssen Wechselrichter zur Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom sowie zusätzliche Zähler eingebaut werden.

Schritt 9 Intelligente Haustechnik

Wer noch einen Schritt weitergehen will, steigt auf intelligente Haustechnik um. Das ist im Altbau zwar mit etwas Aufwand verbunden, bringt aber viel Ersparnis. So sorgt eine zentrale Heizungssteuerung für die optimale Temperatur in jedem Raum, nach Sonnenstand gesteuerte Rollläden schließen die Abendkälte aus und Sensoren überwachend den Stromverbrauch von Elektrogeräten.

Schritt 10 Neue Geräte und Armaturen

Wenig Aufwand, große Wirkung: Spararmaturen in Küche und Bad helfen, bei geringer Investition gleich doppelt zu sparen – zum einen Wasser, zum anderen Energie fürs Aufheizen. Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserverbrauch beim Duschen um bis zu 50 Prozent.

Das Energiesparhaus ist fast komplett. Nun sollten Sie noch Ihre Elektrogeräte im Haushalt inspizieren. Finden sich noch alte Energiefresser? Ganz oben auf der Liste der üblichen Verdächtigen stehen mehr als zehn Jahre alte Kühlschränke. Hier lohnt sich ein Austausch sogar bei noch funktionsfähigen Geräten. Ansonsten gilt bei jeder Neuan-schaffung von Haushaltsgeräten oder Unterhaltungselektronik:
Wirklich energieeffizient sind nur die sparsamsten Geräte. Achten Sie auf das Effizienz-Label. Auch wenn Sie nicht alle Maßnahmen sofort umsetzen können: Jede Investition in Energieeffizienz zahlt sich aus. Auf dem Konto schon mit der nächsten Heizkosten- oder Stromrechnung – und für das Klima spätestens dann, wenn Ihre Kinder groß sind.

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