
Effiziente Nutzung von Solaranlagen im Wohnungsbau
Um höchste Energieeffizienz zu erreichen, setzten die Spezialisten für Gebäudetechnik auf ein neues System: Die Solare Energie-Zentrale vereint die Solaranlagen und Heizkessel zu einer Heizungsanlage mit zwei Wärmeerzeugern. „Das ist ein besonderes, patentgeschütztes System, das so ähnlich funktioniert wie eine Fernwärmestation“, sagt Stefan Radtke, Vertriebsleiter bei mf Mercedöl. „Es verteilt die Wärme so, dass die Energie immer so effizient wie möglich eingesetzt wird.“ Das Prinzip: Warmwasser wird grundsätzlich zuerst in die Heizung geleitet, die Pufferspeicherung ist nachgelagert. Mit der Solaren Energie-Zentrale lässt sich die Sonnenenergie auch in größeren Gebäudekomplexen wirtschaftlich nutzen. Dieses System setzt sich bei Sanierungen im Wohnungsbau immer mehr durch, weil es maximale Energieeffizienz ermöglicht.
Ein zukunftsweisendes Konzept
Das Sanierungskonzept überzeugte auf ganzer Linie: Der Auftraggeber, die Charlottenburger Baugenossenschaft, wurde auf den Berliner Energietagen als Klimaschutzpartner 2006 ausgezeichnet, dazu gab es den Bauherrenpreis des Bezirksamts Reinickendorf und den Deutschen Bauherrenpreis für Modernisierung. Die Mieter im Meller Bogen bekommen mehr Komfort und müssen jetzt nach Angaben der Baugenossenschaft rund 367 Euro weniger Nebenkosten pro Jahr zahlen – damit profitieren sie doppelt von der Investition in vorbildliche Energieeffizienz.
Optimale Energieeffizienz im Wohnungsbau: Sanierung des Meller Bogen in Berlin
Mit einem wegweisenden Projekt in Berlin hat das °celseo-Mitglied mf Mercedöl einen Wohnblock aus den 70er Jahren heiztechnisch auf den neuesten Stand gebracht – und dabei vorgeführt, wie sich maximale Energieeffizienz im Wohnungsbau erzielen lässt. Das Sanierungskonzept für die Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 565 Wohnungen umfasste eine Wärmedämmung, neue Fenster und ein neues Heizungssystem mit sechs thermischen Solaranlagen sowie einer Solaren Energie-Zentrale.
Das Ergebnis der Sanierung kann sich sehen lassen: Damit hat der Gebäudekomplex im Berliner Stadtteil Reinickendorf den Sprung von Energieeffizienzklasse E auf A (nach EnEV-Vorgaben) geschafft – mit einer Energieeinsparung von 42 Prozent. Der CO2-Ausstoss konnte um 65 Prozent verringert werden. Vor der Modernisierung entsprachen die Häuser dem Standard des Jahres 1971 mit Ölzentralheizung, dezentraler Warmwasserbereitung und minimaler Wärmedämmung. Für die neue zentrale Warmwasserbereitung und die Heizungsunterstützung installierte der °celsist sechs thermische Solaranlagen mit insgesamt 600 Quadratmetern Kollektorfläche auf den Dächern. Eine Gasheizzentrale mit Brennwert- und Niedertemperaturkessel ersetzt nun die alten Ölheizkessel, die Hydraulik wurde ausgetauscht und die Abgasanlage umgebaut.