Herausforderung Hotelbau: Perfekte Technik trotz Termindruck
Präzise funktionierende Gebäudetechnik, unsichtbar und auf engstem Raum installiert – das sind die üblichen Bedingungen im modernen Hotelbau. Bei der technischen Ausstattung des Amano Hotels im Herzen von Berlin blieben dies nicht die einzigen Herausforderungen an die ausführenden Firmen. In neun Monaten wurden 115 Zimmer und 38 Apartments mit Sanitäranlagen, Heizung, Lüftung und Klimaanlage ausgestattet. Dazu kam die komplette Gebäudetechnik für die Wirtschaftsräume, Restaurant und Bar, Lounge und Lobby. Eine hochwertige Gestaltung der Gästebäder und absolut saubere Verarbeitung aller Installationen und Anlagen war Voraussetzung bei dem 10-Millionen-Euro-Projekt.

Für die Wärmeerzeugung mit Gas installierte der Berliner °celsist Mercedöl Feuerungsbau einen 480 kW Brennwertkessel und einen konventionellen 240 kW Niedertemperatur-Kessel. Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung stellen die Frischluftzufuhr sicher. Über ein Verteilungsnetz mit Volumenstromregler gelangt die Luft in die Räume.

Zeitplan ohne Spielraum
Wie häufig beim Hotelbau standen die Handwerker unter Zeitdruck. „Der Eröffnungstag war festgelegt und das Hotel schon Wochen vorher ausgebucht. Wir hatten also keinen Spielraum für Terminverschiebungen“, schildert Stefan Radtke, Vertriebsleiter bei Mercedöl. Dass alle Arbeiten pünktlich ausgeführt wurden, betrachtet der °celsist als selbstverständlich – trotz einiger Hindernisse, die es zu überwinden galt. „Der Druck ist im Hotelbau immer enorm, aber ein guter Dienstleister lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen.“

Maßarbeit und Manpower
Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, brachten zwei Mitglieder des Netzwerks °celseo ihre Manpower auf die Baustelle: Für den Einbau der Klima- und Lüftungsanlagen holte der Generalunternehmer spezialisierte Fachleute des °celsisten Climavent aus Leer dazu. „In der Hochphase waren wir mit 70 Mitarbeitern vor Ort“, sagt Stephan Juika, Projektleiter von Mercedöl. „Bis zu fünf Gewerke waren gleichzeitig in einem Raum beschäftigt. Da ging es oft so eng zu wie in einem U-Boot.“
Die Räume für die Gebäudetechnik waren sehr klein bemessen, und auch draußen herrschte Platzmangel. Weil das Gebäude mitten in der Stadt liegt, stand nur wenig Fläche zum Lagern von Material zur Verfügung. Exakte Maßarbeit war deshalb nicht erst bei den technischen Installationen gefragt, sondern auch schon bei der Anlieferung: „Die Kühlanlagen haben wir zwischen dem laufendem Straßenbahnverkehr mit dem Kran auf das Dach gehoben“, schildert Radtke. „Schließlich konnten wir mitten in der Großstadt schlecht den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen.“ Auch diese Herausforderung haben die Profis für den Hotelbau gemeistert, so dass zum Eröffnungstag alles stimmte.